html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" xml:lang="de-de Steuerliche Behandlung

Steuerliche Behandlung

Beiträge zu Verträgen, die vor dem 31.12.2004 abgeschlossen wurden, können nur noch im Rahmen der sonstigen Vorsorgeaufwendungen abgesetzt werden. Es können maximal 1.500 Euro pro Jahr, bei Selbstständigen 2.400 Euro pro Jahr angesetzt werden. In der Praxis werden die sonstigen Vorsorgeaufwendungen bereits durch KfZ Haftpflicht-, Kranken-, Pflege- und Unfallsversicherungen aufgebraucht.

Beiträge für eine private Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht können zu 88, bei einer privaten Rentenversicherung ohne Kapitalwahlrecht zu 100 Prozent steuerlich geltend gemacht werden.

Für Beamte und Selbstständige kommt unter Umständen die Günstigerprüfung des Finanzamts in Betracht, diese wird bis zum Jahr 2019 praktiziert.

Die einmalige Kapitalauszahlung für private Rentenversicherungen, die vor dem 31.12.2004 abgeschlossen wurden, ist nach wie vor steuerfrei. Bei Leistungen aus einer Leibrente müssen die Ertragsanteile versteuert werden. In diesem Falle gilt eine gestaffelte Besteuerung, die sich nach dem Renteneintrittsalter richtet. So mussten bei einem Renteneintritt mit 65 früher 27 Prozent der Ertragsanteile versteuert werden, inzwischen sind nur noch 18 Prozent.

Private Rentenversicherung ab Januar 2005

Verträge die nach dem 31.12.2004 abgeschlossen wurden, verlieren in der Ansparphase die steuerlichen Begünstigungen. Nur Beiträge zur Riester-Rente und Rürurp-Rente sind noch steuerlich absetzbar.

Einmalige Kapitalauszahlungen, welche für die alten Verträge steuerfrei sind, müssen nun versteuert werden. Dies gilt für die Differenz zwischen den eingezahlten Beiträgen und der Höhe der Kapitalauszahlung, sozusagen für die Erträge. Erfolgt die Kapitalauszahlung nach dem 60. Lebensjahr und nach Ablauf einer zwölfjährigen Vertragslaufzeit, müssen die Erträge nur noch zur Hälfte versteuert werden.

Die Steuerpflicht greift jedoch nur im Erlebensfall, bei Kapitalauszahlungen im Todesfall ist nach wie vor die gesamte Summe steuerfrei. Dies dürfte allerdings nur ein schwacher Trost sein.

Wird ergänzend zur privaten Rentenversicherung eine Berufsunfähigkeits- oder Unfallzusatzversicherung abgeschlossen, können die Beiträge dafür im Rahmen der Sonderausgaben abgesetzt werden. Die Beiträge für diese zusätzlichen Versicherungen gelten in der Auszahlungsphase jedoch als Ertragsanteile, nicht als geleistete Beiträge zur Rentenversicherung.

Vorteilhaft gestaltet sich seit Januar 2005 die Auszahlung von Leibrenten. Diese werden in Abhängigkeit vom Renteneintrittsalter gestaffelt besteuert. So sind bei Renteneintritt im Alter von 67 nur noch 18 Prozent der Erträge zu versteuern, bisher waren es 27 Prozent. Der Werbungskosten Pauschbetrag in Höhe von 102 Euro wird steuermildernd berücksichtigt. Nachfolgend die gestaffelte Tabelle zur Besteuerung von Rentenzahlungen aus einer privaten Rentenversicherung.

Gestaffelte Besteuerung der Ertragsanteile nach alten und neuen Bestimmungen:
Renteneintrittsalter 55 58 60 61 62 63 64 65
Zu versteuernde Ertragsanteile bis 2005 38 35 32 31 30 29 28 27
Zu versteuernde Ertragsanteile ab 2005 26 24 22 22 21 20 19 18

Gerade in Hinblick auf die kommende Abgeltungssteuer ab 2009, wird die Besteuerung der Ertragsanteile einer privaten Rentenversicherung wieder deutlich attraktiver.

Varianten der privaten Rentenversicherung

Steuerliche Behandlung

 



[nach oben]

Auf dieser Seite suchen